Photovoltaik - Rendite und Erträge



 Der Hauptgedanke der Installation einer Photovoltaik Anlage ist natürlich der Renditegedanke. Neben der Tatsache, dass man auf umweltfreundliche Weise Strom erzeugen kann, steht selbstverständlich für den Verbraucher auch der zu erzielende Photovoltaik Ertrag im Vordergrund. Die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik ist noch als relativ gut zu bezeichnen, was die Rendite betrifft, die man als Verbraucher durch die Anlage erzielen kann. Wie bei jeder Rendite- und Ertragsberechnung, so müssen auch bei Photovoltaik die Ausgaben & Kosten den zu erwartenden Einnahmen gegenüber gestellt werden. Welche Kosten in etwa zu erwarten sind, wurde im vorherigen Abschnitt „Die Kosten der Photovoltaik Anlage“ bereits ausführlich dargestellt. Zu den Anschaffungs und Betriebskosten kommen natürlich auch noch die Finanzierungskosten hinzu, also die Zinsen für den Kredit, wenn man die Anlage nicht vollständig selbst bezahlen kann.






Die Photovoltaik Erträge möglichst realistisch kalkulieren


Genauso wichtig wie die möglichst exakte Auflistung aller Kosten ist es, dass man die zu erwartenden Photovoltaik Erträge realistisch einschätzt und kalkulieren kann. Da die Einspeisevergütung für den Solarstrom festgeschrieben ist, muss man im Grunde zur Einnahmen-Berechnung nur wissen, wie viele KWh (Kilowattstunden) die Solaranlage pro Kilowatt an vorhandener Leistung erzeugen kann. 

Dabei kommt es, wie bereits zuvor schon einmal erwähnt, auf den Standort, die Ausrichtung nach Süden und den Neigungswinkel der Kollektoren auf dem Dach an. Generell stellt man vier Voraussetzungen für eine möglichst hohe Leistung in den Vordergrund, nämlich eine optimale Ausrichtung/Neigung, Verschattungsfreiheit, ein fehlerfreier Betrieb der Solaranlage und die Anlage sollte modern und auf dem neuesten Stand der Technik sein. Treffen diese Voraussetzungen zu, so kann man in Deutschland damit kalkulieren, dass eine Photovoltaik Anlage durchschnittlich pro installierten KWp eine Menge von jährlich etwa 850 KWh an Strom erzeugen kann. Bei der durchschnittlichen 5 KWp-Anlage würde das also bedeuten, dass jährlich rund 4.200 KWh Strom produziert werden könnten.

Beispielrechnung für den „Gewinn“ durch den Betrieb der Photovoltaik Anlage


Da die Einspeisevergütung für den mittels der Solaranlage produzierten Solarstrom für 20 Jahre garantiert ist, sollte man auch eine mögliche Rendite- und Gewinnberechnung zunächst auf der Basis von 20 Jahren vornehmen. Damit man diesbezüglich einen ungefähren Anhaltspunkt hat, ist sicherlich die folgende Beispielrechnung hilfreich. Auf der Kostenseite wird auf der Basis der durchschnittlichen Leistung der Photovoltaik Anlage von 5 KWp ausgegangen, sodass Anschaffungskosten von 18.000 Euro angenommen werden. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten (Nebenkosten) von etwa 200 Euro, also auf 20 Jahre gerechnet 4.000 Euro. Ebenfalls mit berechnet werden müssen die Zinsen, die man für die Finanzierung aufbringen muss. Diese sind natürlich von der Höhe her sehr individuell und abhängig von der genutzten Kreditsumme. Im Beispiel wird von Gesamtzinsen von 2.000 Euro ausgegangen. Auf der Kostenseite stehen somit insgesamt 24.000 Euro in 20 Jahren. Den Kosten müssen nun die Einnahmen durch die Einspeisung des Solarstroms ins öffentliche Stromnetz gegenüber gestellt werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die 5 KWp-Anlage jährlich etwa 4.200 KWh an Strom erzeugen kann. Die Einspeisevergütung, die in einem anderen Abschnitt noch genauer erläutert wird, richtet sich unter anderem auch nach der Größe/Leistung der Photovoltaik Anlage. Seit Juli 2010 beträgt die Vergütung für die im Beispiel genutzte 5 KWp-Anlage 34,05 Cent/KWh. Im Vergleich zum Zeitraum davor (bis 30.06.2010) ist das übrigens eine recht deutliche Verminderung, denn zuvor betrug die Einspeisevergütung noch 39,14 Cent/KWh. Für unsere Beispielrechnung ergeben sich auf der Basis dieser aktuellen Einspeisevergütung jährliche Einnahmen von 1.430 Euro (4.200 KWh * 34,05 Cent/KWh). Daraus ergeben sich für den Berechnungszeitraum von 20 Jahren Gesamteinnahmen von 28.600 Euro. Somit übersteigen die Einnahmen im Beispiel auf Sicht von 20 Jahren die Ausgaben um rund 4.600 Euro. Und ab dieser Gewinnschwelle kann man dann natürlich mit jedem weiteren Betriebsjahr „richtig Geld verdienen“, da die Kosten dann kalkulatorisch wegfallen bzw. nur noch die laufenden Kosten kalkuliert werden müssen. Um die Photovoltaik Rentabilität zu berechnen, muss man im Folgenden die Erträge auf das eingesetzte Kapital beziehen, was aber nur im konkreten Fall mit „echten“ Zahlen Sinn macht, sodass hier im Beispiel auf diese Berechnung verzichtet wird. 




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